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Der Nachmittag wird in zwei Inhaltsblöcke unterteilt. Pro Inhaltsblock sind parallel in drei voneinander getrennten Räumen unterschiedliche Präsentationen geplant. 

Bei der Anmeldung müssen Sie sich pro Inhaltsblock für ein Themenpaket entscheiden. Nähere Informationen zu den Themenblöcken finden Sie nachstehend: 

 

Keynote

 

 

 
Die digitale Stadt: Vom Projekt zur gemeinsamen Gestaltungsaufgabe


Referent: 
Dipl.-Ing. Manfred Wundara, Stadt Villach

Digitale Transformation entsteht nicht durch einzelne Projekte, nicht durch neue Technologien oder die nächste KI-Lösung. Sie ist eine langfristige Gestaltungsaufgabe, die Strategie, klare Verantwortlichkeiten und das Zusammenspiel unterschiedlicher Akteure erfordert.
Ausgehend von kommunalen Erfahrungen zeigt die Keynote, wie aus einzelnen digitalen Lösungen nachhaltige Veränderung entstehen kann. Im Mittelpunkt stehen dabei der konkrete Nutzen für Bürger, Bürgerinnen und Verwaltung, die unterschiedlichen Rollen im Transformationsprozess und die Frage, wie der Schritt vom Einzelprojekt zur dauerhaft wirksamen Lösung gelingt.

 

Inhaltsblock 1: 14:45 Uhr bis 15:35 Uhr

 

 

 

1. Beitrag:
Bauplan-Checker und Archive Blaster – Use Cases aus der Stadt Dornbirn

Referierende: 
Ing. Mag. Günter Schelling, Stadt Dornbirn
Viktor Glatz, MA, Stadt Dornbirn

Bauplan-Checker - Drei KI-Helfer für den Verwaltungsalltag: Legenden, Gefahrenzonen und Plan-Vergleich
Der Bauplan-Checker automatisiert drei wiederkehrende Aufgaben im Bauverfahren: Legenden, Gefahrenzonen-Prüfung und Plan-Vergleich. Eine Legenden-Automatik liest Bauvorhaben- und Grundstücksdaten aus dem Aktensystem V-DOK aus, eine Gefahrenzonen-Prüfung zeigt automatisiert an, ob ein Grundstück eine Gefahrenzone berührt, und ein visueller Vergleich markiert Planänderungen farbkodiert. Alle drei entlasten die Sachbearbeitung und laufen größtenteils lokal am Gerät.

Archive Blaster - KI-Tagging für das Fotoarchiv Dornbirn
Bis zu 100.000 digitale Fotos werden aus einer digitalen Fotoablage in eine neues Archivinformationssystem migriert. Bei der Migration wird mittels KI die Bildszene beschrieben, getagged und auf Dubletten überprüft, um den Fotobestand zugänglicher zu machen und Speicherplatz zu optimieren. Für die Zukunft ist eine Implementierung von normierten Beschreibungen (GND, VIAF) geplant.

 

 

2. Beitrag:
KI Realitätscheck - Was funktioniert (gut), was kostet es?

Referent: 
Dipl.-Ing. Michael Prodnik, Bakk. techn., Stadt Villach

Was kann KI für die Verwaltung leisten? Der Vortrag liefert einen an den Erfahrungen in der Stadt Villach orientierten Realitäts-Check: Was funktioniert technisch gut und kommt bei den Benutzenden gut an? Wo bleibt der Hype (noch) hinter den Erwartungen zurück? Praxisbeispiele zeigen, was realistische Kosten für Entwicklung und Betrieb sind und wo umtriebiges Verkaufspersonal das Blaue vom Himmel verspricht oder sich Dienstleistungen grundlos vergolden lassen.

 

 

 

 

1. Beitrag:
Eine Abfrage, alle Gewerke – das Infrastrukturregister Vorarlberg (IRV)

Referierende:
Mag.a Claudia Oberleitner, Amt der Vorarlberger Landesregierung, Abteilung Wasserwirtschaft
Ing. Mag. Theodor Meusburger, Amt der Vorarlberger Landesregierung, Abteilung Straßenbau

Wer in Vorarlberg plant, muss wissen, welche Leitungsträger im Baubereich Einbauten haben – bisher hieß das: bei jedem einzeln anfragen. Das Infrastrukturregister Vorarlberg (IRV) macht daraus eine einzige Abfrage. In der Ausbaustufe mit Kartenanlage entsteht dabei etwas, das es so noch nicht gab: eine standardisierte Karte, die Strom, Gas, Wasser, Kanal, Kommunikation und Fernwärme aller betroffenen Leitungsträger in einer Darstellung zusammenführt. So werden Konflikte früh sichtbar.

Bewusst nicht ersetzt wird die verbindliche Leitungsauskunft – die bleibt zwingend beim jeweiligen Leitungsträger. Der Vortrag zeigt, wie diese Rollenteilung das Projekt trägt, warum die Standardisierung der Datenmodelle der eigentliche Kraftakt war, wie ein Fachsystem ohne eigene Benutzerkonten auskommt und welche Entscheidungen wir heute anders treffen würden.

 

 

2. Beitrag:
Hydrographisches Messnetz: Betrieb und Digitalisierung der Datenerfassung

Referent:
DI Armin Matzl, Amt der Vorarlberger Landesregierung, Abteilung Wasserwirtschaft

Vom Niederschlag über den Oberflächenabfluss und das Grundwasser bis zum Bodensee: an über 500 Messstellen wird in Vorarlberg der Wasserkreislauf erfasst. Für gesicherte und qualitätsgeprüfte Daten sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wasserwirtschaft täglich im Einsatz.
Mit QField wird die Datenerfassung vor Ort digital unterstützt – mit weniger Papierarbeit, besserer Dokumentation, ohne Übertragungsaufwand zwischen unterschiedlichen Systemen und mit einer besseren Zusammenarbeit im Team.

 

 

 

 

1. Beitrag:
Wie Feldkirch Abfall neu denkt

Referierende: 
Marcel Längle, ASZ Feldkirch
Christoph Pasching, Scantec GmbH

Was passiert, wenn KI dabei hilft, Biomüll intelligenter zu erfassen und besser zu verstehen? Der SmartScan in Feldkirch zeigt, wie künstliche Intelligenz direkt am Abfallbehälter eingesetzt wird und welche neuen Erkenntnisse dadurch entstehen. Erleben Sie, wie aus Biomüll wertvolle Daten werden – und warum das für Städte und Gemeinden spannend ist.

 

 

2. Beitrag:
Das digitale Veröffentlichungsportal für Vorarlbergs Gemeinden

Referent: 
Bernhard Stropnik, Gemeindeverband IT amKumma

Was bisher manuell, zeitintensiv und fehleranfällig war, läuft heute automatisiert: Verordnungen und Kundmachungen werden direkt aus V-DOK synchronisiert, validiert, veröffentlicht und rechtskonform nachgewiesen. Bernhard Stropnik zeigt, wie aus den Anforderungen mehrerer Gemeinden eine zentrale, mandantenfähige Standardlösung entstand, die sich nahtlos in bestehende Systeme integriert: ein konkretes Praxisbeispiel dafür, wie gemeindeübergreifende Zusammenarbeit die Digitalisierung effizienter, verlässlicher und langfristig wartbar macht.

Inhaltsblock 2: 15:55 Uhr bis 16:45 Uhr

 

 

 

1. Beitrag:
VOKI – die Vorarlberg KI

Referierende: 
Harald Eberle, MSc, Vorarlberger Landesbibliothek
DIin Lydia Fischkandl, BA, Amt der Vorarlberger Landesregierung, Amtsstelle für Verwaltungsinnovation und Organisationsentwicklung
Thomas Kuntschik, MSc, Amt der Vorarlberger Landesregierung, Abteilung Informatik

Mit ‚VOKI – die Vorarlberg KI‘ hat das Land Vorarlberg eine zentrale Plattform geschaffen, um künstliche Intelligenz gezielt, sicher und flexibel in der Vorarlberger Landesverwaltung einzusetzen. Eingaben und Dokumente werden auf landeseigenen Servern verarbeitet – nicht bei einem externen Anbieter irgendwo auf der Welt. VOKI ist dabei nicht nur eine neue Plattform, sondern auch ein Stück Kulturwandel: eigene Formate helfen dabei, den sicheren Umgang mit KI zu erlernen, Anwendungsfälle zu entdecken und voneinander zu lernen. An Beispielen der Landesbibliothek (VOLKER) und der Interaktion mit vConnect zeigen wir, wie VOKI genutzt werden kann.

 

 

2. Beitrag:
KI-unterstützte Erstellung von Dienstverträgen und Gehaltseinstufungen

Referierende: 
Mag. iur. Christof Obwegeser, Amtsleitung Marktgemeinde Schruns
Christoph Vogt, Personalverwaltung Marktgemeinde Schruns

Die Zuordnung einer Funktionsbeschreibung zur passenden Modellstelle und die anschließende Erstellung des Dienstvertrags sind bislang ein manueller, zeitintensiver und fehleranfälliger Prozess. Wir haben dafür eine KI-Lösung entwickelt: Aus der Funktionsbeschreibung ermittelt das System die passende Modellstelle samt Gehaltseinstufung und erzeugt daraus automatisiert den fertigen Dienstvertrag. Was bisher Tage bis Wochen in Anspruch nahm, ist in wenigen Minuten erledigt. Nachvollziehbar, rechtskonform und in gleichbleibender Qualität.
Der Beitrag zeigt den Lösungsweg von der ersten Idee bis zum produktiven Einsatz: technische und organisatorische Hürden, der Umgang mit rechtlichen Anforderungen, und was wir im Rückblick anders machen würden. Gedacht für alle, die Routineprozesse in der Verwaltung mit KI sinnvoll entlasten wollen.

 

 

 

 

1. Beitrag:
vHR verbindet – eine gemeinsame HR-Zukunft für Vorarlberg

Referierende: 
Mag. Markus Vögel, MBA, Amt der Vorarlberger Landesregierung, Abteilung Personal
Hansjörg Reisch, Vorarlberger Gemeindeverband

Mit vHR schaffen das Land Vorarlberg, die Landeskrankenhäuser und die Gemeinden gemeinsam eine moderne, durchgängige HR-Plattform für rund 24.000 Mitarbeitende. Einheitliche Prozesse, digitale Services und eine gemeinsame Datenbasis bilden das Fundament – nach dem Grundsatz: So viel Gemeinsamkeit wie möglich, so viele Unterschiede wie nötig.

 

 

2. Beitrag:
mein.vorarlberg.at – Next Generation: Serviceportal neu gedacht

Referent: 
Mag. Christoph Zech, MSc, Amt der Vorarlberger Landesregierung, Abteilung Informatik

Mit mein.vorarlberg.at hat das Land Vorarlberg einen zentralen Einstiegspunkt für digitale Verwaltungsservices geschaffen. Der Anspruch geht dabei weit über das Bereitstellen von Online-Formularen hinaus: Anträge werden medienbruchfrei in die Systeme der Verwaltung übernommen, Nachreichungen automatisch zugeordnet und der Bearbeitungsstatus für Antragstellende transparent gemacht. Bereits zum Start standen 27 Onlineservices zur Verfügung.

Der Beitrag zeigt, welche technischen und vor allem organisatorischen Herausforderungen auf dem Weg dorthin zu lösen waren, warum Standardisierung und Prozessoptimierung entscheidende Voraussetzungen für echte Digitalisierung sind und welchen Nutzen das Portal für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen sowie die Verwaltung bringt. Außerdem gibt es einen Ausblick auf die nächsten Schritte – von ID Austria und Unternehmensserviceportal über Registerabfragen bis zur geplanten Einbindung der Vorarlberger Gemeinden.

 

 

 

 

1. Beitrag: 
Wasserzählertausch bei der Gemeinde Lech – ein spannendes Praxisbeispiel mit Einsatz von VertiGIS FM

Referierende: 
Jochen Köhle, Gemeinde Lech
Ewald Schneider, Vorarlberger Energienetze GmbH

Der regelmäßige Austausch von Wasserzählern ist eine wichtige Voraussetzung, um die gesetzlichen Eichfristen einzuhalten und eine verlässliche Verbrauchserfassung sicherzustellen. Wie können die Lagerverwaltung der Wasserzähler und der gesamte Zählertauschprozess digital unterstützt werden?

Die Präsentation zeigt anhand der Erfahrungen der Gemeinde Lech, wie die Erfassung von Wasserzählern und die Organisation des Zählertauschs mittels VertiGIS FM digital etabliert werden können. Im Fokus stehen dabei die Dokumentation der eingebauten Zähler, die Einhaltung der gesetzlichen Eichfrist von fünf Jahren sowie die Unterstützung einer vorausschauenden Budgetplanung.

Schwerpunkte:
• Digitale Erfassung und Verwaltung von Wasserzählern
• Unterstützung und Dokumentation des Wasserzählertauschs vor Ort
• Sicherstellung der Einhaltung gesetzlicher Eichfristen
• Grundlagen für eine langfristige Budget- und Investitionsplanung

Ein praxisnaher Einblick für all jene die ihre Wasserzählerverwaltung digitalisieren und eine langfristige Planung ihrer Infrastruktur unterstützen möchten.

 

 

2. Beitrag:
VertiGIS FM-Projektverwaltung am Beispiel des e5-Programms der Gemeinde Höchst und Überwachung der Seegrundtiefen in der Höchster Hafeneinfahrt

Referierende:
Bruno Schöch, Gemeinde Höchst
Ing. Anna-Sophie Thoma, Vorarlberger Energienetze GmbH

VertiGIS FM-Projektverwaltung am Beispiel des e5-Programms der Gemeinde Höchst
Wie lassen sich langfristige Projekte effizient dokumentieren und transparent verwalten? Am Beispiel des e5-Programms der Gemeinde Höchst wird gezeigt, wie VertiGIS FM als zentrale Plattform für die Verwaltung eines Projekts mit einer Laufzeit von 2011 bis 2060 eingesetzt wird.
Die Präsentation veranschaulicht, wie Maßnahmen, Dokumente, Zuständigkeiten, Termine und Meilensteine zentral erfasst und langfristig verfügbar gehalten werden. So bleibt Projektwissen auch über Jahrzehnte und bei Personalwechseln erhalten.

Schwerpunkte:
• Verwaltung eines Langzeitprojekts von 2011 bis 2060
• Zentrale Ablage der wichtigsten Dokumente und Projektinformationen
• Transparente Darstellung von Maßnahmen und Zuständigkeiten
• Langfristige Sicherung von Projektwissen
• Schneller Überblick über aktuelle und historische Projektstände

Ein praxisnaher Einblick für Gemeinden und Organisationen, die langfristige Projekte strukturiert dokumentieren, Wissen nachhaltig sichern und die Kontinuität auch über Generationen von Mitarbeitenden hinweg gewährleisten möchten.

Überwachung der Seegrundtiefen in der Höchster Hafeneinfahrt
Jedes Jahr werden im Bereich der Hafenrinne Höchst an mehreren Messpunkten die Seegrundtiefen erfasst. Wie lassen sich diese Messdaten digital aufbereiten und für Bürger und Bürgerinnen transparent bereitstellen?
Die Präsentation veranschaulicht, wie die Tiefenmessungen digitalisiert und benutzerfreundlich aufbereitet werden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der für die Schifffahrt relevanten Mindestwassertiefe. Darüber hinaus wird gezeigt, wie aktuelle Pegelstände und Tiefeninformationen künftig über die Website der Gemeinde Höchst bereitgestellt werden können.

Schwerpunkte:
• Digitalisierung historischer Wassertiefenmessungen der Hafenrinne Höchst
• Konzeption zukünftiger Vermessungsabläufe
• Integration und Darstellung aktueller Pegelstände und Wassertiefen in eine StoryMap
• Bürgerfreundliche Bereitstellung der Informationen über die Gemeindewebsite

Ein praxisnaher Einblick für Gemeinden und Organisationen, die Messdaten langfristig dokumentieren, geografische Informationen verständlich aufbereiten und aktuelle Informationen transparent für Bürger und Bürgerinnen bereitstellen möchten.